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Liebesbriefe an die Poesie

O mm

 

Heißt ein natürliches Wesen sein. Es ist sehr poetisch, wie ich finde, diesen Gedanken zu zelebrieren und ihn ganz in sich aufzunehmen. Es klärt vieles, denn es zeigt, was auf natürliche Weise für uns einfach ist. Und das können wir einfach sein J

 

Ich schreibe heute in der Briefform an Euch, an Dich, denn das erste Mal hat man meine Idee ein Institut für Angewandte Poesie, als wertvoll, auch im Außen gut, spannend und vor allem, als realisierbar empfunden, wegen eines Stapels von Briefen aus der Vergangenheit, die voller Poesie sind. Herr Mamuti, ein Gründerberater der Stadt, der Gründerberater der Stadt, war die erste Person, der ich meine Idee beschrieb. Herr Mamuti erzählte nicht gleich davon, doch ein Treffen später, gestand er mir, dass die Poesie, die er so liebte, aus den ihm hinterlassenen Briefen seiner Mutter in ihm entstanden war. So hatte Poesie sein Leben bereichert und einen Ort in seiner Seele gefunden und sie mit dem Leben verbunden. Herr Mamuti ist voller Poesie, auch wenn er es vielleicht verneinen würde, da es seine Rolle nicht erlaubt, sein Job oder sein Leben. Wenn ich ihm in die Augen schaue, ist da Poesie und diese Poesie braucht einen Ort und so habe ich in seinen Augen gefunden, was ich brauche: einen Ort für Poesie.

 

Jetzt schaue ich aus meinem Fenster, Schnee rieselt vom Himmel auf die Erde und verbindet sanft beide miteinander. Wie in dem Logo des Instituts für angewandte Poesie. Die Tatsache, dass wenn ich den Schnee auf meine Hand rieseln lasse, er sich in Wasser verwandelt, hat mich demütig gemacht. Es ist unmöglich diese Flocke zu erkennen, wie sie ist, wenn ich sie auf der Erde betrachte. Auch sie mit Worten zu beschreiben, ist höchstens eine Annäherung, doch auch eine Verwandlung, dieser Text ohne das Tun, das Tanzen des Tuns, dass immer wieder inne hält, loslässt und in einem Prozess des Seins ist, das ist Poesie, das macht ihn diesen Moment poetisch. So wie Du meinen Brief an Dich liest, es macht dich zu einem Poeten, einer Poetin, auch wenn Du das vielleicht anders denkst, doch das Denken ist sehr unpoetisch, der Verstand ist sehr unpoetisch. Das Festhalten an Vergangenheiten, das fantasieren in Zukünftigkeiten ist unpoetisch. Poetisch ist das Sein, das jetzt tatsächlich ist, während du diesen Brief liest. Halte kurz inne. Atme. Horche. Sehe, was ist. Für mich es die Christrose, die sich grad ein wenig im Wind wiegt, die sich ins Licht streckt, geöffnet und einfach ist, was sie ist. Ich glaube nicht, dass sie sich gegen irgendetwas wehrt, was grad um sie herum stattfindet. Sie öffnet sich der Sonne. Sie hat nicht überlegt, ob sie das kann oder tun sollte. Es ist ihre Natur und sie tut es einfach voller Vertrauen. Auch wenn ich ihr Abbild, nun im meinem Kopf, während ich von ihr schreibe, benutze, um Poesie zu erklären und ihre Poesie dadurch zerstöre. Sie steht dort weiterhin, als hätte sich nichts verändert, wenn ich wieder zu ihr aufsehe. Doch dieser Moment ist so vergangen, so tot, so völlig unpoetisch, wenn ich versuche ihn festzuhalten, indem ich von ihm schreibe, als sei er unveränderlich da, indem ich Dir ein Abbild, das Bild dieser Christblume in den Kopf setze, und du gehst von einem Bild aus, das der Verstand vielleicht reproduziert, nicht von dem, was für mich hier jetzt ist. Diese wahre Poesie des Seins ohne Bewertung, ohne einen festen Zustand, das ist Poesie und wir, du und ich, brauchen nichts zu tun, nichts denken, nichts fühlen, um sie zu spüren, nur unseren Atem der kommt und geht. Wir brauchen nicht nach der Poesie zu suchen, denn sie ist da, immer, in uns, um uns, ob wir sie sehen oder nicht.

 

Und das nun zu einer Geschäftsidee werden zu lassen, auch das ist Poesie und ich erlebe sie jeden Tag und bin überglücklich und dankbar dafür und ich freue mich so einen Ort gefunden zu haben, wo das möglich ist: In mir. Und nun wächst um mich herum etwas das unbeschreiblich poetisch ist, wie das Lächeln meines Mundes, der meinen ganzen Körper, meine ganze Seele zum Klingen bringt, während ich das hier schreibe und jetzt denkst Du vielleicht etwas ungewöhnliches, denn diesen Gedanken hast du vielleicht noch nie gehabt: Ich auch nicht, dieses Gefühle, dieses Strömen aus dem Herzen in den Bauch, in alles was ich bin. Liebe. Poesie. Ich bin im Frieden. Ich halte inne, lausche der Musik des Seins, die mich erfüllt. Alles, was ich mir vorstellte, erwünschte, erträumte, könnte nie so sein, wie das, was jetzt ist und deswegen beschreibe ich Dir all das. Ich fühle mich gesegnet, all das wahrzunehmen. Alles, was mich hier her geführt hat, alles was mich wach geküsst hat, damit ich hier jetzt sitzen kann und Dir beschreiben kann, was ist. Denn da bist jetzt auch Du, gezoomt in Deine Vergangenheit, wenn Du das liest, jetzt hier schwingst Du mit, bist verbunden mit diesem Text, vielleicht ohne es mit Deinem Verstand zu wissen, doch Du bist hier und es fühlt sich gut an mit Dir verbunden zu sein. Danke J

 

Ich bin grad noch mitten im BootCamp von Veit Lindau und würde er mir im September 2018 sagen, Julia mach doch das BootCamp, ich weiß nicht, ob ichs nochmal machen würde :) Doch ich mache es weiter, komme was wolle :) es ist gut, es ist hilfreich und ein Training, dass sich selbst kennzulernen hilft und daraus ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen, aus mir selbst heraus. Was gibt es schöneres und aufregenderes? Ivch weiß grad nichts :) Das BootCamp ist für mich in einer Lebensphase zu verorten, in der eine komplette Wandlung in mir und um mich herum geschieht. Eine Phase in der ich erkenne, was Poesie eigentlich wirklich ist. Eine Phase in der ich, wie aus einem tiefen Traum mehr und mehr ins Jetzt erwache. Und das kann hart sein. Ein Jetzt, das nicht braucht, sondern ein Jetzt, das ist und dieses Sein vollkommen annimmt und akzeptiert, wie es ist. Ohne das Ohne. Das heißt, alles ist in Ordnung und ich lerne es zu lassen, mir diese Geschichten zu erzählen, wie: Ich brauch aber noch dies …, ich will aber das… Ich akzeptiere, was ist und das ist wunderbar, ohne Kampf und ohne Anstrengung. Ich liebe das, auch wenn es tatsächlich nicht so ist, wie es in meiner perfektesten Vorstellung sein sollte ... Es ist einfach ohne dass ich es bewerte traurig, froh und etwas vom hellen Computerschein geflasht. Sei geherzt.

 

Liebe Grüße,

 

Deine Julia

 

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